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Alle «Aktuell» Artikel:

Goldene FEK-Ehrennadel für Dr. Hans Kolb 28. 5. 2017
Nachrichten aus Europa 10. GPB 28. 5. 2017
Das Europa Neudrossenfelds ist ein „Zukunftsprojekt“ 24. 5. 2017
Nachrichten aus Europa 9. GPB 23. 5. 2017
Das Kolloquium der FEK ist eröffnet 19. 5. 2017
Nachrichten aus Europa 8. GPB 17. 5. 2017
Gerhard Schröder: „Wohl Europas ist Wohl Deutschlands“ 15. 5. 2017
EU-Kommissar Oettinger beim „Europa-Gipfel“ auf Schloss Fürstenstein 13. 5. 2017
Vergabe der Europamedaille Kaiser Karl IV. 10. 5. 2017
„Ritter, Bauern, Lutheraner“ 10. 5. 2017
Von Rom nach Rom 9. 5. 2017
Nachrichten aus Europa 7. GPB 7. 5. 2017
Die Blaue Nacht 2017 in Nürnberg nahm zum 18. Mal alle Kultur-Fans in ihren Bann 7. 5. 2017
Der 8. Mai 1945 – Im Wechsel historischer Perspektiven 6. 5. 2017
Der angenehmste Weg der Völkerverständigung 6. 5. 2017
FEK e. V.: Eine Denkvereinigung führte ihre Jahreshauptversammlung in Oberfranken durch 2. 5. 2017
Größtes Bikertreffen Süddeutschlands mit bayerischem Innenminister an der Spitze 30. 4. 2017
Z Leninova těla zbylo 10 procent: Bude pochován a Mauzoleum zrušeno? 23. 4. 2017
NÜRNBERGER Versicherungscup 2017 19. 4. 2017
Ein Frohes Osterfest 12. 4. 2017
In der IHK für Oberfranken Bayreuth vollzog sich der Führungswandel 16. 4. 2017
Nachrichten aus Europa 6. GPB 12. 4. 2017
Wind of Change 12. 4. 2017
Noch herrscht bei den Unternehmen eine abwartende Ruhe 11. 4. 2017
Europa: Von der Multikrise zur Multichance 11. 4. 2017
Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna: Rätselhaftes Genie des Dreißigjährigen Krieges oder kühl kalkulierender Unternehmer? 10. 4. 2017
„Putin, Putin“ – der ad absurdum geführte „Held“ im Porträt 9. 4. 2017
Auch der Bayerische Landtag blickt dankbar nach Rom 1. 4. 2017
D-Day! PM May has triggered Art 50 29. 3. 2017
EU-Vorsitzland Malta im Mittelpunkt der „Europäischen Begegnungen“ im Münchner Künstlerhaus 28. 3. 2017
60 Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge: Was jetzt geschehen muß! 27. 3. 2017
Nürnberg drei Tage Hauptort der Wallenstein-Forschung 25. 3. 2017
Ein Paneuropa-Wochenende im Geiste Graf Coudenhove-Kalergis 23. 3. 2017
Die NÜRNBERGER bilanzierte und stellte neue Wort-Bild-Marke vor 21. 3. 2017
Was sind schon 75 Jahre?! 20. 3. 2017
Eine Kult-Spirituose lockte an zwei Tagen tausende Fans in die NürnbergMesse 19. 3. 2017
Freizeit 2017: Eine Messe, die zeigt was das Leben lebenswerter macht, Sinne anspricht und Vorfreude auslöst 17. 3. 2017
Nachrichten aus Europa 5. GPB 15. 3. 2017
Die ART CITY 2017 lockt nach Luxembourg 15. 3. 2017
Vorhang auf für den neuen Insignia und den neuen Crossland X Opel 13. 3. 2017
Umstrittenes Novum: Gemeinsame Stabsrahmenübung von Polizei und Bundeswehr in Murnau 12. 3. 2017
Die FREIZEITMESSE 2017 präsentiert … 10. 3. 2017
„Grandioser Erfolg“: über 100.000 wollten den Kaiser sehen 9. 3. 2017
Auf dem Weg zu einer Digitalen Weltordnung (Teil 1) 7. 3. 2017
Völkerrechtliche und geschichtspolitische Implikationen des Ukrainekonflikts – Teil 2 6. 3. 2017
IWA in Nürnberg: Aktuelle Sicherheitsfragen und alte Büchsenmacher-Kunst 5. 3. 2017
Italienisches Flair am Nordsee-Strand 3. 3. 2017
Nachrichten aus Europa 4. GPB 2. 3. 2017
Erster Blick auf den neuen Kia Picanto 1. 3. 2017
Beste Faschingslaune auf 135 Metern 28. 2. 2017
Frühlingsskilaufen in Alta Badia mit vielen Extras 27. 2. 2017
Premiere auf der NürnbergMesse: U.T.SEC am 2./3. März 26. 2. 2017
DIE DRITTE MÜNCHNER EUROPAKONFERENZ (MEK) BESCHÄFTIGTE SICH MIT ERWARTUNGEN UND PROGNOSEN 26. 2. 2017
FeuerTRUTZ 2017 schließt größer und internationaler denn je 23. 2. 2017
Europäische Nummer 1 Feuerschutz-Messe: die FeuerTRUTZ 2017 23. 2. 2017
Zum Abschluss der 53. Münchner Sicherheitskonferenz: Der Kongress tanzt und diskutiert 22. 2. 2017
BIOFACH und VIVANESS 2017: sehr geschmackvolle Rekord-Messen 20. 2. 2017
Zweitliga-Fußballderby am Montag zwischen 1860 München und 1.FC Nürnberg „im Zeichen der Burg“ 20. 2. 2017
Argwohn ist schlecht, Kontrolle ist besser 19. 2. 2017
Für kurzentschlossene Brauchtumsfreunde: auf zur ladinischen „Noza da Paur“ 18. 2. 2017
900 Jahre Goldschlägerstadt Schwabach 18. 2. 2017
„Alternative Fakten“ – warum wir sie brauchen 17. 2. 2017
53. Münchner Sicherheitskonferenz: erfolgversprechende Lösungsansätze für viele Probleme dringend gesucht 16. 2. 2017
„Die wahren Bremser von Europa“ 15. 2. 2017
ZUWANDERUNG UND RECHTSSTAAT 14. 2. 2017
K německému sjednocení přes tajné služby 13. 2. 2017
Nachrichten aus Europa 3. GPB 11. 2. 2017
Liebes böses Amerika 10. 2. 2017
Dr. Ingo Friedrich – der Mann der Europa-Flagge wurde 75 Jahre jung 8. 2. 2017
Konzept der grenzübergreifenden Ausstellung voll aufgegangen 7. 2. 2017
Maltesische EU-Ratspräsidentschaft: Die Erwartungen der EU-Abgeordneten 6. 2. 2017
Ein Fest der Bayerisch-Ungarischen Freundschaft 4. 2. 2017
Ein Skype-Gespräch mit Sergei Nikitisch Chruschtschow 2. 2. 2017
Die transatlantische Freundschaft lebt auch 2017: 66. Magnolienball in München 31. 1. 2017
Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten für das konsularische Korps mit „kollegialer“ Beteiligung 29. 1. 2017
«Pflänzchen» Demokratie braucht frisches Wasser 27. 1. 2017
ART goes Salzburg 27. 1. 2017
Peter Verbata: ein „75er“ voll Mut und neuer Ideen 25. 1. 2017
Die wahren Bremser Europas: Der nationale Egoismus 25. 1. 2017
„Ein extremistischer Brexit“ 24. 1. 2017
Einladung zur Podiumsdiskussion: VERKAUFT.VERSKLAVT.VERGEWALTIGT. 24. 1. 2017
Der südkoreanische „Stachel“ auf vier Rädern im italienischen Milano vorgestellt 24. 1. 2017
50 Jahre Hanns Seidel Stiftung 23. 1. 2017
Ungeklärte Zielsetzungen der Währungspolitik … 17. 1. 2017
HOGA Nürnberg: Vier Buchstaben mit hohem Stellenwert der Branche 16. 1. 2017
Der Kampf der Zukunft: 15. 1. 2017

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EUROjournal pro management – Intro

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short report

Goldene FEK-Ehrennadel
für Dr. Hans Kolb

29. Mai 2015

Mit einem „holländischen Abend“ im großen Saal der fränkischen Traditionsgaststätte im historischen Gebäude „Bräuwerck“ aus dem Jahre 1649 mit seinen zünftigen Gasstuben, die sich teilweise in zauberhaftem Gewölbe in Neudrossenfeld befinden, stimmten sich am Vorabend des FEK-Kolloquiums am 20. Mai 2017 die Gastgeber aus Oberfranken, Gäste aus Ladinien, Gelderland und Polen zusammen mit Ehrengästen der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) e.V. auf die 8. Neudrossenfelder Europatage ein.

Neben vielen interessanten Informationen zur Kulmbacher Partnerregion Gelderland rund um Apeldoorn verwöhnten die holländischen Freunde die Gäste im „Bräuwerck“ mit kulinarischen Spezialitäten unterschiedlicher Art aus den Niederlanden. Daneben sorgten zwei diesjährige FEK-Laureaten für mächtig geistiges „Futter“. So gab Prof. Dr. Dr. Otmar Issing als ehemaliges Direktoriumsmitglied von Deutscher und Europäischer Zentralbank einen interessanten Rückblick auf die Einführung des EURO und unterstrich einmal mehr die Notwendigkeit der Einhaltung des Stabilitätspaktes. Auch der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel meldete sich mehrfach zu Wort und gab zu bedenken, daß bei allem Krisengeschrei, das aktuell immer wieder zu vernehmen sei, die großen Verwerfungen der 1990er Jahre völlig vergessen würden. Auch diese seien gemeistert worden, machte „Mr. EURO“ Mut.

Eine Überraschung hatte FEK-Vorstandsvorsitzender Peter Verbata für die ladinischen Gäste organisiert. Mit dem norwegischen Honorarkonsul Max J. Aschenbrenner aus München war ein großer Freund der Ladiner nach Neudrossenfeld gekommen. Sein Vater hatte nach dem Zweiten Weltkrieg in Bozen studiert und dabei die ladinische Sprache erlernt.

Vize-Landrat Dieter Schaar, Erster Bürgermeister RA Harald Hübner und Dr. Hans Kolb bei der Überreichung der Goldenen FEK-Ehrennadel durch Senator h.c. Peter Verbata (von li. nach re.) | Foto: 2m

Vize-Landrat Dieter Schaar, Erster Bürgermeister RA Harald Hübner und Dr. Hans Kolb bei der Überreichung der Goldenen FEK-Ehrennadel durch Senator h.c. Peter Verbata (von li. nach re.)

Ein kräftiger Händedruck zwischen dem langjährigen FEK-Kuratoriumsvorsitzenden  Dr. Hans Kolb (li) und seinem würdigen Nachfolger im Ehrenamt PD Dr. Wolfgang Otto (re) besiegelte den Wechsel. Der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der FEK e. V. Senator h.c. Peter Verbata (Bild Mitte) gab zugleich die Berufung von Dr. Kolb als Ehrenmitglied des Vorstandes bekannt. | Foto: 2m

Ein kräftiger Händedruck zwischen dem langjährigen FEK-Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Hans Kolb (li) und seinem würdigen Nachfolger im Ehrenamt PD Dr. Wolfgang Otto (re) besiegelte den Wechsel.
Der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der FEK e. V. Senator h.c. Peter Verbata (Bild Mitte) gab zugleich die Berufung von Dr. Kolb als Ehrenmitglied des Vorstandes bekannt.

Fotos: 2m



Besonders freute die FEK-Familie die Anwesenheit ihres langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Hans Kolb, Leiter Außenhandelsbeziehungen der IHK für Oberfranken Bayreuth, nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt. Der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Senator h.c. Peter Verbata hatte für einen der wesentlichen Wegbereiter der „Neudrossenfelder Europatage“ eine besondere Ehrung dabei. Zusammen mit Kolbs Nachfolger PD Dr. Wolfgang Otto sowie den langjährigen Weggefährten auf Seiten der Marktgemeinde Neudrossenfeld, Ersten Bürgermeister Harald Hübner und dessen Vorgänger und Vize-Landrat Dieter Schaar, verlieh er ihm die Goldene FEK-Ehrennadel. Der Geehrte kündigte gerührt an, die Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) e. V. weiter begleiten und auch seinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen zu wollen.

-wo-



 Nürnberg-Convention.de AFAG Messetermine 2017

 

 focus in time


Europaverein GesellschaftsPolitische Bildungsgemeinschaft GPB e.V.

Nachrichtenquerschnitt aus Europa

28. Mai 2017

von Europaverein GesellschaftsPolitische Bildungsgemeinschaft e.V.


Zum NATO-Gipfel in Brüssel

Die NATO schließt sich der US-geführten internationalen Koalition gegen die IS-Terrormiliz an. Bislang waren lediglich einzelne NATO-Staaten in der Koalition aktiv, was US-Präsident Trump mehrfach kritisiert hatte. Eine direkte Beteiligung an Kampfeinsätzen schlossen die Mitglieder jedoch vorerst aus. Wird der Kampf gegen den Terror jetzt entschiedener geführt?

Večernji list – Hrvatska

Mitglieder können einander nicht trauen

Die NATO ist noch immer viel zu zögerlich, kritisiert hingegen Večernji list (Kroatien):
„Das atlantische Bündnis zieht in den Krieg gegen den IS – aber ohne Krieger. Man wird nur die Zahl der AWACS-Flüge und ähnlicher Operationen erhöhen, bei denen Soldaten nicht direkt kämpfen. Für mehr fehlt das Vertrauen. Die Mitgliedstaaten müssen ihre Kommunikation und ihren Informationsaustausch deutlich verbessern. Das bedeutet Verantwortung. Und es darf nicht mehr geschehen, was die USA gemacht haben, als sie nach dem Manchester-Anschlag geheime Informationen aus Großbritannien an ihre Medien weitergaben. … Einerseits sickern solche geheimen Informationen durch, während andererseits alle ständig mehr Informationsaustausch im Anti-Terror-Kampf fordern. Hier stimmt etwas nicht. Die NATO muss schnellstens etwas ändern.“

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Rzeczpospolita – Polska

Nato der unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Unüberbrückbare Interessensgegensätze unter den NATO-Mitgliedern erkennt Rzeczpospolita (Polen):
„Wir haben es mit einer NATO der verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Visionen zu tun. Es gibt mindestens vier. Mit ihrer eigenen, schwer messbaren Geschwindigkeit fahren die USA. Mit einer anderen Geschwindigkeit fährt die Türkei. … Diese beiden Mitglieder unterscheiden sich immer mehr voneinander und von Europa. Die Türkei wird zu einem in erster Linie muslimischen Land des Nahen Ostens. In dieser Welt verfolgt sie ihre Interessen. Mit Europa gibt es auch ein Problem: Sein östlicher Teil wurde zwar durch rotierende Bataillone verstärkt, wird aber weiterhin nicht gleich behandelt wie sein westlicher Teil. Der Osten muss weiterhin damit rechnen, dass die westlichen Führer sich um die guten Beziehungen zu Russland sorgen.“

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Adevârul – România

Jetzt kann Rumänien glänzen

Die Entscheidung der NATO, sich der Koalition gegen die IS-Miliz anzuschließen, gibt Rumänien die Chance, sich zu profilieren, kommentiert Adevârul (Rumänien):
„Rumänien kann seine strategischen Vorteile verwerten, weil es zumindest hinsichtlich Stabilität und Berechenbarkeit eine echte Speerspitze auf der gesamten Ostfront der Allianz ist. … Das ist für beide Bündnisse, denen Rumänien angehört, also EU und NATO, extrem wichtig. Wer sich die Länder an dieser Front aufmerksam anschaut, sieht, dass mit Ausnahme Rumäniens das Verhältnis der anderen zur EU mehr oder weniger turbulent ist (im Falle Polens oder Ungarns sogar beinahe explosiv). Er sieht, dass die Türkei und Bulgarien ihre bekannten Probleme haben und dass Griechenland ständig vor dem Bankrott steht. Wenn NATO und EU koordinierte militärische oder geheimdienstliche Einsätze im Kampf gegen den Terrorismus planen, könnte Rumänien die logischste Lösung für die Bildung eines regionalen Standbeins sein.“

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Público – Bǎlgarija/България

Trump wird das Bündnis zerstören

Trump hat am Donnerstag an die NATO-Mitglieder appelliert, die zugesagten zwei Prozent ihres BIP für Verteidigung auszugeben. Die NATO sollte sich hüten, in allzu vielen Fragen dem US-Präsidenten nachzugeben, mahnt Público (Bulgarien):
„Trump hat die NATO immer wieder kritisiert und hat aus wirtschaftlicher Sicht zum Teil Recht. Die Europäer tragen nicht ausreichend zur 'Sicherheitsgemeinschaft' bei. … Aber die NATO ist keine wirtschaftliche Transaktion, und noch viel weniger eine Rechenübung im lokalen Tante-Emma-Laden. Sie ist von größtem Interesse für die USA und deswegen können wir erwarten, dass Trump seine Meinung noch ändert. … Allerdings gibt es da zwei Probleme: Erstens war die Gründung der NATO nicht seine Idee – und alles was nicht seine Idee ist, ist natürlich schlecht. … Zweitens: Trump ist tatsächlich verrückt. Und er wird schließlich, in der einen oder anderen Form, die NATO zerstören oder zumindest dermaßen schwächen, dass sie kaum noch für etwas zu gebrauchen sein wird.“

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EurActiv

Trump brüskiert beim NATO Gipfel

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G7-Staaten suchen nach Einigkeit

Der G7-Gipfel im italienischen Taormina beginnt unter schwierigen Vorzeichen. Es herrscht große Uneinigkeit unter den Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen des Westens, USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich und Italien. Was ist von dem Treffen zu erwarten, bei dem die Staaten erstmals mit US-Präsident Trump einen gemeinsamen Nenner in Handelspolitik, Klimaschutz und Flüchtlingskrise finden müssen?

La Stampa – Italia

Noch ein Stehgreif-Gipfel à la Trump

Auch weil dies Trumps erster G7-Gipfel ist, glaubt La Stampa (Italien) kaum an einen Erfolg:
„Die Begegnungen der Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten verlaufen traditionsgemäß mit Vorverhandlungen, in denen schon ein Abschlussdokument entworfen wird, bevor der Gipfel offiziell beginnt. Der heute unter italienischem Vorsitz beginnende Gipfel ist der erste einer Reihe von ‚improvisierten Zusammenkünften’ wie sie die Ära Trump charakterisieren. Den Freihandel auf nachhaltige Weise zu fördern, gilt normalerweise als wesentliche Voraussetzung für Wachstum. Trump sieht das anders. … Die Amerikaner sagen, dass die Globalisierung sie benachteiligt hat. Sie wollen die Notbremse ziehen – ein Gedanke, der auch dem neugewählten Macron nicht zu missfallen scheint, der sich als größerer Trump-Anhänger entpuppt als erwartet. … Auch in der Klimafrage hat der G7 keine Lösungen in der Tasche, weil sich das Weiße Haus weigert, die Vereinbarungen von Paris umzusetzen. Der US-Präsident scheint auch nicht gewillt, echte Fortschritte in der Migrationspolitik machen zu wollen.“

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Jyllands-Posten – Danmark

China profitiert von der Schwäche des Westens

In geopolitisch schwierigen Zeiten könnten Länder wie China die Schwäche der G7-Staaten und des Westens ausnutzen, fürchtet Jyllands-Posten (Dänemark):
„China hat die Schwäche der G7 erkannt. Eine Schwäche, die mit dem Brexit begann und durch die Präsidentschaftswahlen in den USA und Frankreich wuchs. Infolgedessen versucht Peking nun zielstrebig, in der Weltwirtschaft die Führungsposition zu übernehmen. Die Art und Weise, wie Trump und sein Team ihre Beziehungen zu Russland gestalten, schafft unter den anderen G7-Staaten Verwirrung darüber, wie nun der weitere Kurs gegenüber Präsident Putin aussehen soll. Die aktuelle geopolitische Situation sollte eigentlich die G7-Staaten dazu ermutigen, sich über personelle Änderungen in Bezug auf Präsidenten und Regierungschefs hinwegzusetzen. Leider ist zu befürchten, dass der Gipfel in Taormina vielmehr einen Mangel an persönlicher Chemie zwischen den Teilnehmern offenlegen wird. Und dass er damit auch ihre politische Uneinigkeit betont – was die Feinde des Westens nutzen werden.“

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Vorerst keine neuen Kredite für Athen

Trotz harter Sparanstrengungen muss Griechenland weiter auf neue Kreditzusagen warten. Die Euro-Finanzminister konnten sich am Montag nicht auf die Freigabe der Gelder einigen, was unter anderem am Streit über eine Beteiligung des IWF an dem neuen Programm liegt. Kommentatoren erklären sich den Zwist auch mit dem deutschen Wahlkampf und präsentieren ihre Lösungsvorschläge für das Schuldendrama.

Protagon – Ελληνική

Schamlose Versprechungen des Premiers

Tsipras hat einst versprochen, sich eine Krawatte umzubinden, wenn der Schuldenstreit gelöst ist, und meinte vorige Woche, dass es nun bald dazu kommen würde. Für Protagon (Griechenland) ist das eine Anmaßung:
„Tsipras schreckt nicht vor arroganten Vorhersagen zurück. Er ist bereit, alles zu akzeptieren, was man ihm für eine Schuldenregelung anbietet, um dies als eine neue Erfolgsgeschichte zu präsentieren. … So, wie man im Voraus jene Einigung gefeiert hat, die angeblich am Montag erreicht werden sollte – was nicht der Fall war –, so wird man auch die Einigung feiern, die angeblich im Juni kommen wird – egal wie die Lösung aussehen wird. Die gleichen Leute, die als Opposition die größte Schuldenstandsänderung in der Wirtschaftsgeschichte verschmäht haben [Beteiligung am Anleihenumtausch PSI 2012, der einem Schuldenschnitt entsprach] und sie danach, als sie an die Macht kamen, verteidigten, jubeln jetzt über etwas viel weniger Wertvolles, das von einem harten Sparpaket begleitet wird.“

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Süddeutsche Zeitung – Deutschland

Opfer des deutschen Wahlkampfs

Das Schicksal Griechenlands hängt nun wieder einmal von Berlin ab, stellt die Süddeutsche Zeitung fest:
„Das war in den vergangenen sieben Jahren schon öfters so. Doch diesmal gibt es eine gefährliche Mischung aus realpolitischen und wahltaktischen Motiven, die es so schwer macht, eine Lösung zu finden. Zum einen muss Merkel dafür sorgen, dass der IWF sich am mittlerweile dritten Kreditprogramm beteiligt – andernfalls würde sie einen Beschluss des Bundestages missachten. Zum anderen hat der Bundestagswahlkampf begonnen, was den politischen Spielraum erheblich einschränkt. … Ein Volk ist so zum Wahlkampf-Opfer geworden. Je länger sich das Gezerre um Schuldenerleichterungen hinzieht, desto schwieriger wird es für Griechenland, die bisherigen Reform-Erfolge zu bewahren. Solange die Unsicherheit so groß ist, kehrt auch kein Vertrauen zurück. Wer sollte denn auch investieren, wenn nicht klar ist, wie es mit diesem Land weitergeht?“

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Le Monde – France

EZB sollte griechische Schulden kaufen dürfen

Einen Ausweg aus Griechenlands Schuldendrama skizziert Le Monde (Frankreich):
„Ideal wäre ein ordnungsgemäßer Teilschuldenschnitt für Griechenland. Vor der Wahl in Deutschland ist dieser allerdings nicht machbar – und danach ebenso wenig. Daher wird man sich einer Verlängerung der Kredite und einer Senkung der Zinssätze zuwenden. Es gibt jedoch eine Alternative, die zwar weniger ruhmvoll aber sehr effizient ist: Man müsste der Europäischen Zentralbank erlauben, griechische Schulden aufzukaufen – so wie sie es auch mit anderen Ländern der Eurozone macht. Das Manöver, das aus technischen Gründen eine Einbindung des Internationalen Währungsfonds erfordert, würde eine Senkung der griechischen Zinsen erlauben und eine Rückkehr Athens an die Finanzmärkte möglich machen. Damit würden für Griechenland zehn katastrophale Jahre der Unterwerfung enden.“

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Senden Sie uns gerne Ihr Feedback zum neuen Portal an service@gisreportsonline.com.
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Prinz Michael von Liechtenstein
Chairman of the Board



 

 reflex


short report

Das Europa Neudrossenfelds ist ein „Zukunftsprojekt“

24. Mai 2017 | EJ 2/2017

Folgende Überlegungen rund um das Thema Europa, Europäische Union und die Neudrossenfelder Europatage machte sich Gerd Otto, ehemaliger Chef­redakteur der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, anläßlich der 8. Auflage dieses Europafestes am vergangenen Wochenende in Oberfranken.

Gerd Otto

Gerd Otto


Drei Persönlichkeiten, die auf sehr unterschiedliche Weise, aber durchaus im Sinne europäischer Werte diesen Kontinent geprägt haben und ihm noch immer ihr Gesicht geben, standen im Mittelpunkt der 8. Neudrossenfelder Europatage 2017. Ebenso wie der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel und das ehemalige Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, Prof. Dr. Dr. mult. h.c. Otmar Issing als die „Väter des Euro“ sich die an Kaiser Karl IV. erinnernde Auszeichnung der gemeinnützigen Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) e. V. im Laufe ihres politischen Wirkens in der Tat hart erarbeitet haben, so gilt dies nicht zuletzt auch für Cavaliere Hubert Dalponte aus Corvara (Alta Badia).

Der gf Vorstandsvorsitzende der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) e. V., Senator h.c. Peter Verbata M.A. rer. pol. Dipl.-Journalist (Univ.) eröffnet das Kolloquium 2017. | Foto: Thomas Weiss

Der gf Vorstandsvorsitzende der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) e. V., Senator h.c. Peter Verbata M.A. rer. pol. Dipl.-Journalist (Univ.) eröffnet das Kolloquium 2017.


Milva Mussner, Vorsitzende der Unions Generela di Ladins dla Dolomites | Foto: Thomas Weiss

Milva Mussner, Vorsitzende der «Unions Generela di Ladins dla Dolomites»

Dr. Theo Waigel, vormaliger Bundesfinanzminister | Foto: Thomas Weiss

Dr. Theo Waigel, vormaliger Bundesfinanzminister, bei seinem excellenten Vortrag zum Kolloquiums-Thema.


Konsul Hans-Peter Schmidt, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der NÜRNBERGER Beteiligungs AG | Foto: Thomas Weiss

Konsul Hans-Peter Schmidt, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der NÜRNBERGER Beteiligungs AG

Dr. Theo Waigel, (li.) mit Konsul Dr. Gerhard Krüger. Links im Hintergrund Frau Hannelore Wünsche von der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe. | Foto: Thomas Weiss

Dr. Theo Waigel, (li.) mit Konsul Dr. Gerhard Krüger. Links im Hintergrund Frau Hannelore Wünsche von der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe.

Fotos: Thomas Weiss


Denn die Vielfalt, für die gerade auch die Minderheit der Ladiner aus den verschiedenen Tälern Südtirols Dolomiten und weiteren Bereichen Norditaliens steht, ist das entscheidende Element, wenn dieses Europa eine Zukunft haben will. Deshalb war dieses Wochenende in Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach, zu dem auch Gäste aus dem holländischen Apeldoorn und dem östlichen Polen ihren Teil beisteuerten, der beste Beweis dafür, daß Europa über Stärken verfügt, die im politischen Alltag allzu sehr verborgen bleiben. Statt sich den Egoismen der Nationalstaaten und ihrer immer egozentrischer handelnden Leitfiguren hinzugeben, ging von Neudrossenfeld 2017 wieder einmal die Botschaft von Europa als eines Friedensprojekts aus. Es ist die Mischung aus profilierten, über den Tag hinaus denkenden Experten, Diplomaten und Politikern und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Persönlichkeiten, die wir in Europa, in der Welt und auch „dahoam“ brauchen – ob in Brüssel und Straßburg, ob in Berlin, Paris, Berlin, Wien, Prag und Warschau oder eben in Neudrossenfeld, einer der zahlreichen insbesondere kleineren offiziellen Europa-Gemeinden.

Europa 2015 – das waren für Neudrossenfeld rückblickend Themen wie Griechenland und der drohende Grexit, die Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa, die herbeigeredete oder reale Euro-Krise und natürlich die Rückkehr zu einem längst überwunden geglaubten Denken in Machtblöcken am Beispiel der Krim und der Ukraine. Gleichzeitig erinnerte sich Europa damals an das Ende des Zweiten Weltkrieges oder sogar an den Wiener Kongreß 200 Jahre zuvor – also alles Themenfelder, an die wir uns zuletzt ja fast schon gewöhnt hatten, also europäische Normalität.

Die Kameras (links) waren immer in der Nähe der neu geehrten Träger der FEK-Auszeichnung, wie hier im Skulpturengarten mit den Laudatoren. Von rechts: Dr. Theo Waigel, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, Cavaliere Huibert Dalponte, der FEK-Präsident S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, gf Vorstandsvorsitzender Peter Verbata M.A. rer. pol. Dipl.-Journalist (Univ.) und Konsul Hans-Peter Schmidt, Schutzherr der FEK-Auszeichnung Kaiser Karl IV., Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der NÜRNBERGER Beteiligungs AG. | Foto: Thomas Weiss

Die Kameras (links) waren immer in der Nähe der neu geehrten Träger der FEK-Auszeichnung, wie hier im Skulpturengarten mit den Laudatoren. Von rechts: Dr. Theo Waigel, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, Cavaliere Huibert Dalponte, der FEK-Präsident S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, gf Vorstandsvorsitzender Peter Verbata M.A. rer. pol. Dipl.-Journalist (Univ.) und Konsul Hans-Peter Schmidt, Schutzherr der FEK-Auszeichnung Kaiser Karl IV., Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der NÜRNBERGER Beteiligungs AG.


Und dann kam der Spätsommer 2015. Der Flüchtlingsstrom aus Syrien, Nordirak, Afghanistan und Afrika stieg dramatisch an, so daß das Bundesinnenministerium sich gezwungen sah, seine Prognose, die im Mai noch bei 450 000 Flüchtlingen für das gesamte Jahr 2015 gelegen hatte, Mitte August auf 800 000 anzuheben. In der Zwischenzeit hatte sich die Lage extrem zugespitzt, mit Hunderten toter Bootsflüchtlinge vor den griechischen Inseln und der Folge, daß Griechenland und die mit sich selbst beschäftigte Türkei (Wahlkampf) die Flüchtlinge schlicht durchwinkten.

Während auf dem Hauptbahnhof von Budapest die hier ankommenden Flüchtlinge „Deutschland, Deutschland“ oder „Merkel, Merkel“ skandierten, war die deutsche Kanzlerin einige Tage später von eigenen Landsleuten als „Volksverräterin“ beschimpft worden. Nachdem Angela Merkel und ihr österreichischer Kollege Werner Feymann mit Ungarns Ministerpräsident Orban telefoniert hatten, durften die Züge mit den Flüchtlingen weiter fahren. „Wir haben eine akute Notlage bereinigt,“ betonte die Bundesregierung. Es war schlicht die Realität, die Wirklichkeit jener Tage und Wochen, aus der heraus das bis heute vielzitierte „Wir schaffen das“ der Bundeskanzlerin entstand.

All dies war vor zwei Jahren der Hintergrund der Neudrosselfelder Europatage, einer europäischen Begegnungsstätte, die wir einer bemerkenswerten Kooperation von privat unterstützender Initiative, Gemeinde, Landkreis und Region verdanken. Schon 2015 hatten wir das Treffen in Neudrossenfeld mit „Europa der Regionen“ überschrieben, und dies nicht deshalb, weil uns neue Mitgliedstaaten in der Europäischen Union, die wir sonst im Rahmen der Neudrossenfelder Europatage voller europäischer Begeisterung zu begrüßen pflegten, schlicht ausgegangen wären.

Karl Freller, Staatssekretät a.D., MdL, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten | Foto: Thomas Weiss

Karl Freller, Staatssekretät a.D., MdL, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing (li.) im Gespräch mit Bürgermeister Mariusz Kawa aus polnischen Kreisstadt Strzyżów | Foto: Thomas Weiss

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing (li.) im Gespräch mit Bürgermeister Mariusz Kawa aus der polnischen Kreisstadt Strzyżów


Mit Interesse beobachten die Laureaten das bunte Treiben auf dem Neudrossenfelder Schloßplatz. | Foto: Thomas Weiss

Mit Interesse beobachten die Laureaten das bunte Treiben auf dem Neudrossenfelder Schloßplatz.

Die vier lustigen Fünf, erfreuten nicht nur Milva Mussner (li.) und Dr. Rut Bernardi. | Foto: Thomas Weiss

Die vier lustigen Fünf, erfreuten nicht nur Milva Mussner (li.) und Dr. Rut Bernardi.


Will uns keiner mehr, haben wir uns gefragt? Oder haben wir uns schon bisher übernommen? Oder fehlt uns schlicht die Phantasie, das Engagement, die Kraft? Selbst wenn all diese Vermutungen zugleich zutreffen würden: Europa ist in unseren Tagen nicht eine von x-beliebigen Möglichkeiten, sondern in der Tat „alternativlos“.

Die Antwort der Neudrossenfelder Europatage 2017 war schlicht – Ladinien als ein besonders herausragendes Beispiel für ein „Europa der Regionen“, nachdem hier 2013 als letztes der neuen EU-Staaten Kroatien vorgestellt worden war. Der Präsident der FEK, also der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation e. V., Seine Durchlaucht Prinz Michael von und zu Liechtenstein, hatte in seinem Editorial für die Sonderausgabe des EUROjournal pro management Ladinien nicht von ungefähr als ein Symbol der Vielfalt Europas bezeichnet.

Nachdem der „Vater des Euro“, der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel, seine Einschätzung der gegenwärtigen Turbulenzen europäischer Politik dargelegt und erläutert hatte, wie dieses, unser Europa seine Rolle in einer sich ja nicht minder heftig verändernden Weltordnung finden müsse, wandten sich die in Neudrossenfeld versammelten Europäer Ladinien zu, dem Bewahrer von Tradition, Kultur und der Pflege der rätoromanischen Sprache, worauf Historiker, Politologen und Kulturwissenschaftler ebenso hinwiesen wie ganz „normale Bürger“, die in ihren Trachten, mit ihren musikalischen Talenten und einer überbordenden Lebenslust den Beweis antraten: Europa lebt!

Der Grödner Frauendreigesang mit Otto Dellago haben für Stimmung gesorgt und wurden auch von der designierten IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner (2. v. re.) und den Herren (v. li.) Konsul Hans-Peter Schmidt, Bürgermeister Ra Harald Hübner, Prof. Dr. Dr. Otmar Issing, Dr. Theo Waigel, Cavaliere Hubert Dalponte, Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner und Peter Verbata mit viel Applaus bedacht. | Foto: Thomas Weiss

Der Grödner Frauendreigesang mit Otto Dellago haben für Stimmung gesorgt und wurden auch von der designierten IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner (2. v. re.) und den Herren, die sich zum Erinnerungsbild formiert haben (v. li.) Konsul Hans-Peter Schmidt, Bürgermeister Ra Harald Hübner, Prof. Dr. Dr. Otmar Issing, Dr. Theo Waigel, Cavaliere Hubert Dalponte, Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner und Peter Verbata mit viel Applaus bedacht.


Maskera aus dem Fassa-Tal | Foto: Horst Wunner

Maskera aus dem Fassa-Tal

Foto: Horst Wunner



Daß dieser Aspekt im politischen und medialen Alltag meist zu kurz kommt, hat eine Menge mit Egoismus zu tun und der offensichtlichen Unfähigkeit, Solidarität nicht als Bedrohung unseres Besitzstandes zu begreifen, sondern als eine Chance für die Weiterentwicklung Europas.
Statt auf den großen Wurf ohnehin nicht vorhandener Visionäre zu warten, würde ich es mal mit ein paar kleinen Schritten versuchen: Wie wär`s denn damit, künftig die Wahlen der nationalen Parlamente in Europa an ein und demselben Tag stattfinden zu lassen?! Dann müßte die Europäische Union nicht mehr für alles herhalten, was schief läuft. „Mehr Europa“ darf schließlich nicht mit mehr Regularien oder Zentralismus gleichgesetzt werden. Wollen wir uns nicht selbst aufgeben, dann brauchen wir eine höhere inhaltliche Qualität der Politik – wie sie zum Beispiel in Neudrossenfeld deutlich wird, aber leider nur selten bei den vermeintlich Mächtigen ankommt.

Gastbeitrag von Gerd Otto, Moderator der Neudrossenfelder Europatage

Anmerkung der Redaktion: Weitere Beiträge, unterstützt durch eine Bildreportage, folgen




 

 focus in time


Gerhard Schröder:
„Wohl Europas ist Wohl Deutschlands“

15. Mai 2017

Kämpferische Proeuropa-Rede des Altkanzlers
am Europatag in München

Auf die gerade ausklingende Europa-Woche will die Redaktion von EUROjournal pro management in diesen Tagen mit Beiträgen zu Veranstaltungen unterschiedlicher nicht-staatlicher Organisationen zurückblicken. Sie werden in diesem Zusammenhang sehen: Europa ist noch keinesfalls am Ende, hat bekannte und unbekannte, vor allem aber begeisterte bzw. begeisterungsfähige Kämpfer an ihrer Seite.

Die beiden Politik-Granden Gerhard Schröder und Dr. Theo Waigel im Kreise der Veranstalter des Europatags in München. | Foto: Egon Lippert

Die beiden Politik-Granden Gerhard Schröder und Dr. Theo Waigel im Kreise der Veranstalter des Europatags in München.


Mit einem Großaufgebot an profilierten Spitzenkräften von Politik und Diplomatie begangen die Münchner Europa Konferenz, die Akademie für Politische Bildung, die IHK für München und Oberbayern, die Griechische Akademie und der Internationale PresseClub München am 9. Mai 2017 gemeinsam den Europatag in München. Prominenteste Gäste im Großen Saal der IKH Akademie München waren Gerhard Schröder, vormaliger Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1998 – 2005), und der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel (1989 – 1998).

Nach Begrüßung des vollbesetzten Festsaals durch IHK-Präsident Dr. Eberhard Sasse und Grußworten von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bundesfinanzminister a.D. Dr. Theo Waigel folgten einleitende Worte der „Kanzlerrede“ durch dessen ehemaligen außen- und sicherheitspolitischen Berater (1998 – 2001), Botschafter a.D. Michael Steiner. Gerhard Schröder ging zwei Tage nach dem Wahlsieg Emmanuel Macrons in Frankreich zunächst auf die Notwendigkeit einer engen deutsch-französischen Zusammenarbeit ein. „Denn der neu gewählte Präsident hat Deutschland die Hand zur Zusammenarbeit gereicht. Und wir sollten dieses Angebot unbedingt annehmen. Zum Wohle unserer Länder. Für die Zukunft Europas,“ unterstrich der ehemalige Bundeskanzler diese Forderung. Es sei im deutschen Interesse, den westlichen Nachbarn bei ihren Bemühungen, sich zu stabilisieren, entgegenzukommen: „Frankreich ist in Europa – sozusagen – unser Gegengewicht, das unsere Stärke austariert.“

„Gemeinsame europapolitische Agenda“ Deutschlands und Frankreichs gefordert

Blick in den stimmungsvollen Festsaal der IHK Akademie München. | Foto: Egon Lippert

Blick in den stimmungsvollen Festsaal der IHK Akademie München.


Gleichzeitig warnte Schröder aber auch davor, die anderen, kleineren europäischen Staaten zu vernachlässigen, die gerade „erwarten, dass Deutschland und Frankreich zusammen einen Weg aufzeigen, um Europa voranzubringen.“ Gerhard Schröder wurde dabei sehr konkret. Nach den Parlamentswahlen in Frankreich und Deutschland müssten beide Regierungen zusammen mit einer „gemeinsame europapolitische Agenda“ in den Europäischen Rat gehen. Der Lissabon-Vertrag von 2007 eröffne die Möglichkeit, dass Mitgliedsstaaten, die dies wollen, in ausgewählten Politikbereichen vorangehen. „Und genau das erwarte ich von einem gemeinsamen deutsch-französischen Reform-Vorschlag im Herbst,“ setzt der ehemalige Bundeskanzler auf klare Worte und Initiativen.

Ausgrenzung und Isolierung darf nicht Europas Weg werden

Mit Blick auf das Gebahren des neuen US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump forderte Schröder klar: „Wir dürfen dieser Politik, die auf Populismus, Ausgrenzung und Isolierung setzt, nicht folgen. Das darf nicht unser Weg in Europa und Deutschland werden.“ Stattdessen seien offene Gesellschaften, ein fairer und freier Welthandel, Klimaschutz und der Respekt für jeden einzelnen Menschen weiter das, was Europa ausmachen solle. Gerade vor dem Hintergrund des „America first“ sei ein gemeinsam handelndes Europa unerlässlich. Gerhard Schröder richtete den Blick aber auch nach Osten. Europa werde in den nächsten Jahrzehnten noch stärker als heute wirtschaftlich zwischen den USA und der Volksrepublik China stehen. Entscheidend sei hier die europäischen Volkswirtschaften international konkurrenzfähig zu machen. Er rekurrierte dabei auf die Agenda 2010, die nach Ansicht vieler Analysten die aktuelle wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands in Europa mitbegründet hat. So urteilte der ehemalige Regierungschef auch: „Ich weiß wohl: das waren schmerzhafte und hart kritisierte Reformen. Aber es waren Reformen, die damals notwendig waren.“ Andere europäische Staaten hätten sich hier auf den Weg gemacht. Gleichwohl könne „reine Renationalisierung dabei keine Antwort auf die Probleme der Europäischen Union sein“.

Der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel bei seinem Grußwort in München. | Foto: Egon Lippert

Der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel bei seinem Grußwort in München.

Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder, hier mit der Moderatorin des Abends, Prof. Ursula Münch von der Akademie für politische Bildung, war Festredner am Europatag in München | Foto: Egon Lippert

Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder, hier mit der Moderatorin des Abends, Prof. Ursula Münch von der Akademie für politische Bildung, war Festredner am Europatag in München.

Fotos: © Egon Lippert


Stabilität nur in Kooperation
mit Russland und Türkei

Von besonderer Bedeutung werde auch das Verhältnis zu den beiden großen Nachbarn der EU, Russland und Türkei, sein. Schröder gestand zwar zu, dass dies „ohne Zweifel zwei schwierige Länder, deren innere Entwicklungen und außenpolitische Entscheidungen nicht unbedenklich sind“ seien, machte aber keinen Hehl daraus, dass er überzeugt ist, dass nur durch eine enge Zusammenarbeit mit diesen Stabilität in Asien, Nordafrika und dem Nahen Osten zu erreichen sei. Ein weniger konfrontatives Vorgehen, Sanktionen eingeschlossen, sei hier erforderlich.

Eine neue „europäische Souveränität“

Aber auch nach Innen seien Veränderungen nötig, wenngleich eine reine Renationalisierung keine Antwort auf die Probleme sei. „Nationale Souveränität ist in vielen Bereichen durch Herausforderungen wie die Migrationskrise oder die Globalisierung längst zu einer Illusion geworden,“ forderte Gerhard Schröder eine neue, „europäische Souveränität“. Gleichzeitig sei ein Europa, das alle Bereiche der Politik vergemeinschafte weder sinnvoll noch mehrheitsfähig. Der Grundsatz der Subsidiarität sei nach wie vor maßgebend und gerade hier sollten Deutschland und Frankreich im Herbst gemeinsam im Europäischen Rat Vorschläge präsentieren, schloss der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik den Kreis.

Drei Schröder-Punkte gegen Exit-Strategien
in EU-Mitgliedsstaaten

Schröder wollte an diesem Tage aber auch konkrete Ansätze aufzeigen. Drei Punkte schienen ihm dabei besonders wichtig: die Stärkung der Euro-Zone mit „koordinierter Finanz-, Wirtschafts- und auch Sozialpolitik“, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie die gemeinsame Sicherung der europäischen Außengrenzen. Eine entfesselte Aufrüstungsdebatte sei dabei aber genauso zu vermeiden wie eine Politik der Abschottung. Gleichwohl dürfe sich ein „Kontrollverlust“ wie 2015, bei dem „die Kanzlerin Herz, aber keinen Plan“ gezeigt habe, nicht wiederholen. Stattdessen müssten eine „solidarische europäische Flüchtlingspolitik“ und der Schutz der europäischen Außengrenzen Hand in Hand gehen. Die Umsetzung dieser Ansätze hält Gerhard Schröder auch für das geeignete Gegenmittel gegen die EU-Gegner in den Mitgliedsstaaten. Ein harter Brexit solle zudem vor Nachahmung dieses Schritts in anderen Mitgliedsstaaten warnen. Was der „damalige britische Premierminister Cameron ausgelöst hat, gehört in die Kategorie des größtmöglichen Politikversagens,“ verurteilte der ehemalige Bundeskanzler („Ich selbst spreche mich im Übrigen auch nicht frei von politischen Fehlern.“) den Schritt, einen innerparteilichen Konflikt auf ein Volksreferendum abzuwälzen. Der ehemalige Bundeskanzler betonte aber ebenfalls, Großbritannien solle wie die Schweiz und Norwegen über Verträge eng an die Union gebunden bleiben.

Von unserem Kollegiumsmitglied PD Dr. Wolfgang Otto




 

 political forum


short report



EU-Kommissar Oettinger
beim „Europa-Gipfel“
auf Schloss Fürstenstein

13. Mai 2017

Auf die gerade ausklingende Europa-Woche will die Redaktion von EUROjournal pro management in den nächsten Tagen mit Beiträgen zu Veranstaltungen unterschiedlicher nicht-staatlicher Organisationen zurückblicken. Sie werden in diesem Zusammenhang sehen: Europa ist noch keinesfalls am Ende, hat bekannte und unbekannte, vor allem aber begeisterte bzw. begeisterungsfähige Kämpfer an ihrer Seite.

Festredner Günther Oettinger, EU-Kommissar, wird von Konrad Kobler, Vorsitzender der EUROPA-UNION in Niederbayern und den beiden Schlossherrn Enrique Calle Pinker sowie David Calle Löfström auf Schloss Fürstenstein begrüßt. | Foto: Egon Lppert

Festredner Günther Oettinger, EU-Kommissar, wird von Konrad Kobler, Vorsitzender der EUROPA-UNION in Niederbayern und den beiden Schlossherrn Enrique Calle Pinker sowie David Calle Löfström auf Schloss Fürstenstein begrüßt.


-wo-

Unser Kollegiumsmitglied und „fliegender“ Foto-Reporter Egon Lippert hielt Redner und Gäste auf Schloß Fürstenstein im Bild fest.



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 philosophy & culture



KULTURTOUR



„Ritter, Bauern, Lutheraner“

10. Mai 2017

Blick auf die Ehrengäste in der voll besetzten Kirche St. Moriz, darunter Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Landesbischof Professor Dr. Bedford-Strohm, Dr. Günther Beckstein, vormaliger bayerischer Ministerpräsident und der Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer (vorne von rechts).

Blick auf die Ehrengäste in der voll besetzten Kirche St. Moriz, darunter Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Landesbischof Professor Dr. Bedford-Strohm, Dr. Günther Beckstein, vormaliger bayerischer Ministerpräsident und der Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer (vorne von rechts).


Bayerische Landesausstellung in Coburg eröffnet

Coburg – Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer war angekündigt, aber verhindert. So eröffnete sein Kabinettskollege und bayerischer Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in der geschichtsträchtigen Kirche St. Moriz, zusammen mit Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm, die Bayerische Landesausstellung 2017 mit vielen kostbaren Objekten aus der Zeit um und nach 1500, einer Epoche des Umbruchs und Aufbruchs.

Bis zum 5. November ist diese faszinierende Ausstellung auf der Veste Coburg zu bewundern. Zeitgleich gibt es noch ein kleineres Spiegelbild des historischen Geschehens direkt in St. Moriz. Dort, wo Martin Luther am Karsamstag und in der Osterwoche mehrmals gepredigt hat.



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-h.w.-




 

 magazine


short report

FEK e. V.: Eine Denkvereinigung
führte ihre Jahreshauptversammlung
in Oberfranken durch

2. Mai 2017 | EJ 2/2017

Kulturelle Grundlagen und Perspektiven Europas
im Spiegel der Zeit

Wirsberg – Daß Neudrossenfeld mit ihren Bürgern Ausrichter der Europatage im zweijährigen Turnus seit 2003 ist, hat die Europa-Gemeinde der gemeinnützigen und privat finanzierten Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK e. V.) mit Sitz in Nürnberg zu verdanken, deren Gründer Peter Verbata die Idee und Konzeption für eine solche überregionale Veranstaltung entwickelte, die dann Dr. Hans Kolb von der IHK Bayreuth aufgriff und ins Rotmaintal holte, obwohl sich mehrere bayerische Städte um die Austragung bewarben. Durch großzügige finanzielle Unterstützung der IHK, der Kommune Neudrossenfeld mit ihrem damaligen Bürgermeister Dieter Schaar und dem Landkreis Kulmbach mit Landrat Klaus Peter Söllner von Anfang an und später der Oberfrankenstiftung, ist daraus eine weithin beachtete europäische Begegnungsplattform der Kultur, Philosophie, Wirtschaft, Diplomatie und Politik geworden. Das machte FEK-Vorstandsvorsitzender Senator h.c. Peter Verbata bei der Jahresversammlung im Hotel Reiterhof Wirsberg deutlich.

Sie freuen sich auf die „8. Neudrossenfelder Europatage“: Kurator Frank Eckert vom Hotel Reiterhof, PD Dr. Wolfgang Otto, Mitglied des EUROjournals-Kollegiums, stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Konsul Michael Wittmann aus Luxemburg, Bürgermeister Harald Hübner und FEK-Vorstandsvorsitzender Peter Verbata (von links).

Sie freuen sich auf die „8. Neudrossenfelder Europatage“: Kurator Frank Eckert vom Hotel Reiterhof, PD Dr. Wolfgang Otto, Mitglied des EUROjournals-Kollegiums, stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Konsul Michael Wittmann aus Luxemburg, Bürgermeister Harald Hübner und FEK-Vorstandsvorsitzender Peter Verbata (von links).

Foto: Horst Wunner


„Wir freuen uns schon auf die Europatage 2017 vom 19. bis 21. Mai, wo Ladinien (Dolomitenregion) im Fokus steht und sich auch zum ersten Mal die Niederlande mit Apeldoorn, im Gelderland gelegen, präsentieren“, sagte Verbata. Über die Sprache, Kultur und Literatur, würde ein Teil von Südtirol vorgestellt, der vielen noch nicht so bekannt sei. Künstler, eine Musikgruppe und ein Chor bringen Brauchtum nach Neudrossenfeld, geben Einblicke in die fünf Täler Ladiniens. Schon am Samstag ab 13 Uhr und den ganzen Sonntag kann die Lebensart Ladiniens mit allen fünf Sinnen genossen werden. Die Besucher dürfen ein tolles Fest für jedermann erwarten. Der Vorstandsvorsitzende erinnerte an eine Antwort von Jean Monnet, dem Präsidenten der Hohen Behörde der Montanunion, der einmal auf die neugierige Frage, womit er anfangen würde, wenn sich noch einmal solche bedeutende Gründungssituation für etwas Verbindendes ergibt, äußerte er: „Mit der Kultur, denn von der Kultur entwickelt sich alles bis zur Wirtschaftspolitik“. In diesem Zusammenhang offenbarte Verbata auch die Namen der neuen Träger der FEK-Auszeichnung, der Europamedaille Kaiser Karl IV., die im Rahmen eines Festaktes verliehen wird: Dr. Theo Waigel, früherer Bundesfinanzminister; Professor Dr. Dr. Otmar Issing, ehemaliger Direktor der Europäischen Zentralbank, und Cavaliere Hubert Dalponte, der langjährige Präsident des Tourismusverbandes aus Ladinien.

Laut dem stellvertretenden Landrat Dieter Schaar steht der Landkreis Kulmbach nach wie vor voll hinter den Europatagen, „für mich sind sie ein herausragendes Ereignis mit einer gelungenen Kombination aus Wirtschaftspolitik, Kultur und Bürgerfest, sowie der Ehrung verdienter europäischer Persönlichkeiten“. Schön sei auch, daß Apeldoorn mit vor Ort ist, die Verbindungen zu dieser Stadt habe Landrat Klaus Peter Söllner über die Genußregion Oberfranken möglich gemacht. Eines wollte Schaar noch herausheben: Der Name Peter Verbata ist untrennbar mit den Neudrossenfelder Europatagen verbunden. Der Bürgermeister Harald Hübner sieht diese Form der besondern „Neudrossenfelder Europatage“ als einen kleinen Beitrag zum besseren Verständnis der Menschen in einem vereinten Europa und dem Kennenlernen nicht so bekannter Regionen. „Damit kann auch der Jugend aufgezeigt werden, daß ein einiges Europa ohne egoistische Interessen einzelner Staaten ein einzigartiges Friedensprojekt in der langen Geschichte des Kontinents ist. Unsere Bürger und die Region freuen sich in gespannter Erwartung auf die Gäste aus den Dolomiten und Holland“.

Zum Schluß der Versammlung ließ Peter Verbata noch wissen, daß sich Dr. Kolb nach der altersbedingten Beendigung seiner Tätigkeit bei der IHK für Oberfranken Bayreuth verstärkt bei der FEK und deren Medium „EUROjournal pro management“ einbringen will. Sein bisheriges Ehrenamt als Vorsitzender des FEK-Kuratoriums hat er bereits vor einem Jahr aus Gesundheitsgründen zur Disposition gestellt, stand aber bis zur Findung eines würdigen Nachfolgers der FEK e. V. mit Rat zur Verfügung.

Der geschäftsführende Vorstandsvorsitzender Verbata konnte am Schluß der Jahreshauptversammlung unter Beifall der Anwesenden einen würdigen Nachfolger vorstellen, der sich seit geraumer Zeit sehr aktiv einbringt und für die zukünftigen FEK-Aktivitäten ein Gewinn ist, Privatdozent Dr. Wolfgang Otto aus Regensburg.

-h.w.-



 

 focus in time




Was geschieht mit dem Rest
von W. I. Lenin?

23. April 2017 | EJ 2/2017

PhDr. Milan Syruček

PhDr. Milan Syruček


W. I. Lenin | PhDr. Milan Syruček | Foto © dpa Moskau

Dieser Frage ist auch unser Prager Chefredaktionsmitglied PhDr. Milan Syruček aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Jahrestages des Oktoberrevolution nachgegangen, nachdem sich sowohl die russischen als auch andere Medien in Ost und West mit dem 1924 einbalsamierten Leichnam unter dem Aspekt der endlosen und sichtbaren Aufbewahrung, die damals beschlossen wurde, in vielen Abhandlungen beschäftigen.

Es scheint, daß die leninistische politische Wirkung, die Europa in seinem Werden stark beeinflußte und auch Lenins Vermächtnis, im Moment weniger von honorigen Professoren und Wissenschaftlern beachtet wird als die Frage nach dem wohin mit dem mittlerweile auf zehn Prozent geschrumpften Leichnam des einbalsamierten Politveränderers. Selbst die russische Duma, das Parlament, findet keine Einigkeit in dieser Frage und auch nicht, was danach mit der „Aufbewahrungsanstalt“, dem Mausoleum passieren soll.



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 economics & economics spotlight


short report

In der IHK für Oberfranken Bayreuth vollzog sich der Führungswandel

Frauenpower in der obersten Führungsetage

16. April 2017 | EJ 2/2017

Sonja Weigand – neue Präsidentin der IHK Oberfranken Bayreuth | Foto: IHK Oberfranken Bayreuth

Sonja Weigand

Foto: IHK Oberfranken Bayreuth


Das, was im deutschen Top-Management selten ist, wurde von der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth widerlegt. An der Spitze steht nun eine Präsidentin, die diese bisherige Männerdomäne mit Gelassenheit und souverän in die Geschichtsschublade verwies.
Sonja Weigand ist seit der Gründung der oberfränkischen Industrie- und Handelskammer Bayreuth im Jahre 1843 die erste Frau im Präsidialamt. Sie ist auch die bisher einzige Inhaberin dieses Ehrenamtes in den Reigen der deutschen IHKs.

Die frisch gewählte IHK-Präsidentin Weigand freute sich über das ihr entgegengebrachte Vertrauen und betonte: „Ich bin mir der neuen Führungsverantwortung bewußt, das dieses Ehrenamt gerade in den Zeiten von Unsicherheiten und Konflikten mit sich bringt. Wir müssen miteinander arbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen, um auch gemeinsam zu einer Lösung zu kommen.“
Das oberste Ziel ihrer Arbeit das sie im Fokus hat, sind zufriedene IHK-Mitgliedsunternehmen, die die Basis jedes Erfolgs sind.

Während männliche Führungskollegen ihre Stärken ausspielen, werden den weiblichen Führungskräften Schwächen nachgesagt, die viel zu oft in ihrem männlichen Umfeld entstehen. Diverse Studien belegen, daß Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil erheblich bessere Ergebnisse sowie eine höhere Rentabilität erreichen und viel Positives in die Führungsetage hineinbringen.

Fazit: Weibliche Führungskräfte operieren mit einem anderen Stil als Männer, haben ein klares Bekenntnis zu den eigenen Zielen und Visionen, die die Wirtschaft von heute unbedingt braucht. Sie lassen z. B. Emotionen in Teams und Meetings zu und wandeln auf den Pfaden der Mut und Disziplin, die noch nicht ausgetreten sind. Ihr Motto: Raus aus der Komfortzone, rein in die Weiterentwicklung. Damit geben sie der Führungskultur neue Impulse und tragen zur Vielfalt der Perspektiven im oberen Management bei.

-pv-



 

 new media, science & technology




Wind of Change

12. April 2017 | EJ 2/2017

Dieter Brockmeyer

Dieter Brockmeyer


Die älteste TV Messe der Welt, die miptv, steht vor einem grundlegenden Wandel. Sie ist damit beispielgebend für den globalen Strukturwandel unserer Wirtschaft.

mipTV – Cannes | Foto © Valentin Desjardins

Die globalen Umbrüche, die durch die Digitalisierung getrieben, ganze Branchen umwälzen, an keinem Ort, kann man das besser studieren als dem mondänen französischen Cannes, wo alljährlich im Frühjahr eine traditionsreiche Fachmesse für TV Programme stattfindet. Die miptv ist die älteste ihrer Art, die bereits 1965 erstmals ihre Tore öffnete, zu einer Zeit also, wo viele noch gar nicht die Notwendigkeit für eine eigene Messe in diesem Segment sahen. TV Programme waren etwas lokales, mit keinem Potential international verkauft zu werden. Heute sieht es anders aus: Jedes Jahr werden viele Milliarden US $ umgesetzt, sei es mit Lizenzen für fertige Programme, egal ob Drama Serien oder Dokumentationen, für Formate, sei es für Unterhaltungsshows oder die Rechte zur lokalen Adaption von Erfolgsserien.



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Von unserem Kollegiumsmitglied Dieter Brockmeyer



 

 economics & economics spotlight




Kommentar:Wirtschaft zeigt sich weiter gelassen

Noch herrscht bei den Unternehmen
eine abwartende Ruhe

11. April 2017

Dr. Wolf-R. Scharff, Mitglied der Chefredaktion

Dr. Wolf-R. Scharff, Mitglied der Chefredaktion


Ifo Institut | Wirtschaftspolitischer Kommentar | Dr. Wolf-R. Scharff

Ob Brexit, unsichere Wahlen in Europa oder ein wild gewordener amerikanischer Präsident, die deutsche Wirtschaft scheint sich bisher von nichts beeinflussen zu lassen. So steht denn die deutsche Wirtschaft nach Meinung von Experten vor einem kräftigen Frühjahrsaufschwung, denn die Stimmung unter den Top-Managern erreichte allein im März eine Steigerung um 1,2 auf 112,3 Punkte, wie das Münchner Institut jetzt mitteilte. Befragt wurden 7.000 Führungskräfte, wobei die Ökonomen zunächst mit einer Stagnation des Indexes gerechnet hatten.

Automobilindustrie | Wirtschaftspolitischer Kommentar | Dr. Wolf-R. Scharff

Der Aufschwung gewinnt an Kraft, der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte überraschend und erreichte den höchsten Wert seit fast sechs Jahren, stellte Präsident Clemens Fuest fest. Die Firmenchefs bewerteten ihre Geschäftslage bereits im siebten Monat in Folge besser, auch die Aussichten für das kommende halbe Jahr schätzen sie optimistisch ein.

Besonders in der exportabhängigen Industrie verbesserte sich die Stimmung. Ein Grund für die sehr gute Entwicklung war erneut die anziehende Nachfrage. In Schwellenländern wie China und Rußland läuft es wieder besser, aber auch in der Euro Zone.

In der Industrie steht der Aufschwung auf einer breiten Basis, betonen die Ifo-Experten. Da läuft es durch die Bank gut, von der Autobranche über den Maschinenbau bis zur Chemie und anderen Branchen. Zuletzt hatten bereits Konzerne wie BMW, Daimler und BASF von sprudelnden Gewinnen berichtet und Wachstum angekündigt.



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 focus in time


Glossary

Europa:
Von der Multikrise zur Multichance

11. April 2017

„Wo die Not am größten ist wächst alsbald das Rettende heran.“ An diese alte Weisheit muß man unwillkürlich denken, wenn man die Entwicklung Europas in den letzten Monaten Revue passieren läßt. Die Multikrisen Brexit, Flüchtlinge, Türkei, US-Protektionismus, NATO-Schelte Trumps und neuer Nationalismus in Polen und Frankreich schienen Europa in den Grundfesten zu erschüttern, ja seine Existenz zu gefährden, so der Tenor dieses kurzen aktuellen Blickes unseres Kollegiumsmitgliedes Dr. Ingo Friedrich, EP-Vizepräsident (ret) und Präsident des Europäischen Wirtschaftssenats.

Nun zeigt sich in den letzten Wochen das genaue Gegenteil: Der Brexit macht eventuell «Great Britain» zu «Little England», die Flüchtlingskrise führt offenbar zu einer neuen schlagkräftigen europäischen Grenzpolizei mit deutlich reduzierten Flüchtlingszahlen, die Türkei bekommt Schnappatmung, weil die Touristenzahlen dramatisch einbrechen, der Protektionismus wird weltweit abgelehnt, die Polen stellen plötzlich fest, wie wichtig Europa ist, wenn die USA nicht mehr kalkulierbar sind, Madame Le Pen schwächelt in Frankreich und die Bekämpfung des Terrors fordert eine noch engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten.

Aus der Multikrise ist plötzlich eine Multichance geworden und just jetzt gehen 1.000e Bürger auf die Straße, um für dieses gemeinsame Europa zu demonstrieren.

Wer hätte das gedacht. In Wahrheit sollte uns dies nicht überraschen, weil die Konstrukteure Europas immer gesagt haben, daß die Krisen der Zukunft nur gemeinsam bewältigt werden können. Insofern ist die neue Entwicklung Europas nur die Bestätigung der Richtigkeit der Grundannahmen der Gründerväter Europas. Daß dabei Deutschland – hoffentlich im Einklang mit einem erneuerten Frankreich nach den Wahlen im Mai – eine besondere Rolle und Verantwortung übernehmen muß, versteht sich von selbst.



 

 philosophy & culture




Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna:

10. April 2017 | EJ 2/2017

Rätselhaftes Genie des Dreißigjährigen Krieges
oder kühl kalkulierender Unternehmer?

Professor Dr. Rainer Tvincze. | Foto: Horst Wunner

Professor Dr. Rainer Tvincze.


Das Wallenstein-Symposium mit geisteswissen­schaftlichem Hintergrund tagte in Nürnberg

Nürnberg – Es war weltweit das erste Treffen in dieser Größe für einen Mann, der auch knapp 400 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod noch die Gemüter bewegt. Über 30 Historiker und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland versuchten in einem viertägigen Symposium zu Albrecht von Wallenstein, dem berühmten Feldherrn, Neues zu entdecken und Ungereimtes auszuräumen. Und das ist gelungen, obwohl noch viele Geschichten aus der Überlieferung den „Mensch und das Mythos“ umranken. Vom Kriegsalltag, den Wallenstein-Bildern, der Persönlichkeit und dem Selbstverständnis des Adeligen, bis zur Erinnerungskultur und dem Marketing, reichte die Bandbreite. Man beleuchtete die Fähigkeiten des Bauherrn, Mäzens, Politikers und Diplomaten, tauchte ein in Musik, Theater, Kino und sogar in die Eßgewohnheiten aus vergangenen Jahrhunderten.



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Von unserem Kollegiumsmitglied Horst Wunner



 
KULTURTOUR



«Putin, Putin» – der ad absurdum geführte «Held» im Porträt

9. April 2017

Der Galerist Christoph Dürr mit Ira Blazejewska bei der Vernissage der Ausstellung „Putin, Putin“ vor einigen Werken der Künstlerin. | Foto © Egon Lippert

Der Galerist Christoph Dürr mit der Künstlerin Ira Blazejewska.

Foto © Egon Lippert


Entgegen aller Hoffnungen und in Abkehr der historischen Entwicklung zumindest nach 1989 scheinen die «Zehnerjahre» des neuen Jahrhunderts eine Dekade der Wiedergeburt autokratischer Verhältnisse zu werden. Vorreiter und wohl leider auch Vorbild vieler (eigen)mächtiger Männer in der Welt ist hier der russische Staatspräsident Wladimir Putin, dessen imperialistischer Führungsstil ein scheinbar erfolgreiches wie unheilvolles Beispiel gibt. Die polnische Künstlerin Ira Blazejewska mit deutsch-inguschetischen Wurzeln stellt nun das Ergebnis ihrer siebenmonatigen malerischen «Meditation» zu Wladimir Putin in der Galerie Christoph Dürr in München vor.



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-wo-



 

 focus in time





Blue, Red and White Brexit? Cherry picking? WTO-Terms?

D-Day! PM May has triggered Art 50

29. März 2017

«The Big Red BREXIT Button» | Fotodesign: Thomas Weiss

Come on – [Click] me!



Jetzt ist es also soweit: Großbritannien hat den EU-Austritt erklärt! Und der Rest Europas weiß gar nicht recht, was er mehr be-, nein wohl eher, was ihn mehr verwundert. Der „Mut“ der britischen Regierung, gegen einen Großteil des Oberhauses, nahezu die Hälfte der eigenen Bevölkerung und nicht zuletzt das Gebot der Vernunft, einen politischen Schritt zu tun, dessen Auswirkungen und Folgen für die EU, vor allem aber Großbritannien selbst, unabsehbar erscheinen. Oder die „Unbedarftheit“, vielleicht dürfte man sich unter dem frischen Eindruck des zweiten, nun tatsächlichen Brexit-Schocks, auch dazu hinreißen lassen, „Feigheit“ zu sagen, mit der sich Theresa May & Co. hinter einer knappen Mehrheitsentscheidung des von Falschmeldungen beeinflußten Referendumsergebnis verstecken, obwohl man durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, „Melodie und Ton“ des Brexits deutlich zu modifizieren. Als erste greifbare Folge scheinen den Briten nun bald sogar zwei Austrittsverhandlungen bevorzustehen: eine mit der EU, eine mit den Schotten …

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 philosophy & culture


short report



EU-Vorsitzland Malta im Mittelpunkt der „Europäischen Begegnungen“ im Münchner Künstlerhaus

28. März 2017

Maja Grassinger, Präsidentin des Münchner Künstlerhauses, begrüßte die zahlreichen Gäste.
Maja Grassinger, Präsidentin des Münchner Künstlerhauses, begrüßte die zahlreichen Gäste.

Seit dem Jahre 1997 veranstaltet das Münchner Künstlerhaus zusammen mit verschiedenen offiziellen und nicht-amtlichen Organisationen den „Festabend der europäischen Begegnung“. Während vor 20 Jahren mit dem Partnerland Niederlanden gestartet wurde, war es bei der Veranstaltung am 22. März 2017, quasi am Vorabend des 60. Jubiläums der Römischen Verträge und damit auch der Europäischen Union, im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz Malta, das im Mittelpunkt des Abends stand.



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 reflex




60 JAHRE NACH UNTERZEICHNUNG
DER RÖMISCHEN VERTRÄGE:
WAS JETZT GESCHEHEN MUSS!

27. März 2017

Dr. Ingo Friedrich

Dr. Ingo Friedrich


Die Unterzeichnung 1957

Die Unterzeichnung 1957


60 Jahre nach der feierlichen Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 erleben wir einen zweiseitigen „Zangenangriff" auf den Bestand des europäischen Projektes: Von außen greifen wichtige Kräfte aus den USA (Trump-Berater Steve Bannon), aus England (das Brexit-Lager) und aus Rußland das 1957 entstandene gemeinsame Europa an, um es wieder in seine nationalen Bestandteile zu zerlegen. Von innen sind es die nationalistischen Parteien in den EU-Staaten, die alles daran setzen, die Nationalstaaten wieder als alleinige politische Souveränitätsebene zu installieren.

Wenn diese beiden Kräfte wirklich Erfolg hätten und Europa als politisches Projekt zerstören würden, wäre anschließend das Heulen und Zähneklappern bei allen Beteiligten groß, weil dann plötzlich sichtbar würde, welche immensen Stabilitätswirkungen von der heutigen EU ausgehen und welches wirtschaftliche und politische Chaos die Folge eines Auseinanderbrechens der EU wäre.



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Von unserem Gründungs- und Kollegiumsmitglied Dr. Ingo Friedrich



 

 political forum




Ein Paneuropa-Wochenende
im Geiste Graf Coudenhove-Kalergis

23. März 2017

PD Dr. Wolfgang Otto

PD Dr.
Wolfgang Otto


Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland

Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland

Foto: © Egon Lippert


Zum 47. Male fanden am 18. und 19. März vor den Toren Münchens die Andechser Europatage der Paneuropa-Union Deutschland statt. Der barocke Bibliothekssaal im berühmten Kloster Andechs bildete auch heuer den würdigen Rahmen für bekannte Referenten und wichtige Themen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas.

Die Paneuropa-Union, gegründet 1922 von Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi, ist die älteste und nach wie vor die wohl wirkmächtigste europäische Einigungsbewegung mit Landesverbänden in nicht weniger als 27 europäischen Staaten. Es ist Ehrensache, daß ein europäisches Informationsmedium wie das EUROjournal pro management, in dessen Redaktionskollegium nach wie vor der Name des ehemaligen Mitglieds S.k.k.H. Dr. Otto von Habsburg in Ehren gehalten wird, die Europatage von Paneuropa Deutschland als wichtigen Impulsgeber besucht. Der Sohn des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn war bekanntlich nicht nur lange Jahre Vorsitzender der internationalen Paneuropa-Union, sondern auch Laureat der FEK-Medaille Kaiser Karl IV.



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Von unserem Kollegiumsmitglied PD Dr. Wolfgang Otto



 

 economics & economics spotlight


short report


NÜRNBERGER Versicherung | neue Wortmarke

Die NÜRNBERGER bilanzierte
und stellte neue Wort-Bild-Marke vor

21. März 2017 | EJ 1/2017

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2016
ist das Ziel für die Zukunft fest im Blick.

Dr. Armin Zitzmann – Vorstandsvorsitzender

Dr. Armin Zitzmann –
Vorstandsvorsitzender

Foto: NÜRNBERGER
Versicherung


NÜRNBERGER Business Tower

Klar, unkompliziert, solide – so präsentiert sich die NÜRNBERGER Versicherung künftig der Öffentlichkeit. Sichtbar und erlebbar werden diese Attribute in einem Markenauftritt, der eine Weiterentwicklung des bisherigen Erscheinungsbildes ist. Die Kaiserburg bleibt Kernelement des Logos, wenn auch stilisierter als zuvor. Auch der Slogan wurde geschärft: Die NÜRNBERGER Versicherung verspricht ihren Kunden „Schutz und Sicherheit. Seit 1884.“

Trotz der schwierigen Marktsituation der Lebensversicherungsbranche, extrem niedriger Zinsen, rückläufiger Kapitalerträge, steigender Belastungen aus der gesetzlich geforderten Zinszusatzreserve und fortschreitender Digitalisierung, die den klassischen Vertrieb verdrängt, konnte die NÜRNBERGER Versicherung 2016 ihr Konzernergebnis von 48,6 auf 59,3 Mio. EUR steigern. Die Beitragseinnahmen blieben mit 3,33 Mrd. EUR stabil, während das Neugeschäft um -2,9 Prozent auf 496 Mio. EUR zurückging. Dieser leichte Rückgang war aber zu erwarten Die Kapitalanlagen stiegen konzernweit um 3,6 Prozent auf 27,64 Mrd. EUR. „Dank dieser positiven Entwicklung werden wir unseren Aktionären auch in diesem Jahr wieder eine Dividende von 3 EUR pro Aktie zahlen können“, kündigt der Vorstandsvorsitzende Dr. Armin Zitzmann an. 2,4 Mrd. EUR leistete die NÜRNBERGER für Versicherungsfälle und Beitragsrückerstattungen an ihre Kunden.



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-pv/uz-





EUROjournal pro management | Jahresrückblick 2016 – [PDF] & [ePaper]